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Medizinische Versorgung (ganz Berlin)

Charité für geflüchtete Frauen: Women for Women

Angebot/Kurzbeschreibung:
In Anbetracht dieser Hürden auf dem Weg zu einer gezielten, fachärztlichen Betreuung auf einem Minimal-Niveau werden die nachfolgend aufgeführten, aufeinander aufbauenden Versorgungsleistungen anvisiert. Das Ziel ist dabei, über das Thema Frauengesundheit zu informieren und einen unmittelbaren Zugang zum ärztlichen Versorgungssystem zu schaffen.
 
Eine weiteres Format der Gesprächskreise umfasst das Thema Seelische Gesundheit für Frauen und Familien in Zusammenarbeit mit Ipso e Care:
- im Rahmen von Informationsveranstaltungen werden die Frauen direkt vor Ort in den  Unterkünften kontaktiert (verschiedene Sprachen bzw. Analphabetismus kann dabei berücksichtigt  werden),
- damit die Frauen teilnehmen können, wird nach Möglichkeit eine kostenlose Kinderbetreuung  angeboten
- in anschließenden, vertraulichen Einzelgesprächen können dann individuelle Probleme aufgegriffen  und Fragen erörtert werden; durch die begleitende wissenschaftliche Erhebung kann ein präziser  Status der Bedürfnisse erhoben sowie der notwendigen Maßnahmen erstellt werden
- eine evtl. notwendige Therapie in einem örtlich nahegelegenen Krankenhaus kann geplant  und organisiert werden.

Da im Rahmen der Vortragsveranstaltungen und den anschließenden individuellen Beratungseinheiten lediglich Versorgungsbedarfe identifiziert und keine medizinische Untersuchung durchgeführt werden kann, steht im Hintergrund ein Netzwerk von Expert*innen zur weiteren ambulanten oder ggf. auch stationären Versorgung zur Verfügung. Innerhalb der gynäkologischen Ambulanz der Charité (Prof. Dr. Jalid Sehouli) werden Sprechstunden eingerichtet und eine ärztliche Versorgung vorgehalten.
 
Der Unterschied zur herkömmlichen medizinischen Versorgung besteht in einem Angebot, das an die besonderen Bedürfnisse von Frauen mit Fluchtgeschichte angepasst ist:
- in einer Sprechstunde mit Dolmetscher*innen in den Sprachen: Arabisch, Farsi, Russisch,  Serbisch, Tigrinya, Französisch, etc.
- in einer kultursensiblen Vermittlung des Angebots und der Auswahl von medizinischem Fachpersonal, welches um die besondere Situation von Frauen mit Fluchtgeschichte weiß, also sensibel ist für die Themen Gewalt, Trauma, Diskriminierung, Angst vor Abschiebung etc.
 
 
Anschrift:
Charité für geflüchtete Frauen: Women for Women
Campus Virchow-Klinikum
Westring 1
133563 Berlin
 
 

Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung

Angebot/Kurzbeschreibung:
Trotz Versicherungspflicht leben in Deutschland viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen ohne Krankenversicherung. In der Malteser Migranten Medizin finden Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und Menschen ohne Krankenversicherung einen Arzt, der die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder einer Schwangerschaft übernimmt.
 
Da viele Patienten weder eine Praxis noch ein Krankenhaus aufsuchen wollen, helfen die Malteser unter Wahrung der Anonymität. Vernetzungen und Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Hilfe.
 
Die Malteser Migranten Medizin (MMM) wurde 2001 in Berlin ins Leben gerufen, um Menschen ohne Krankenversicherung ärztliche Beratung und Betreuung zu gewähren. Ursprünglich konzentrierte sich dieses Angebot auf Flüchtlinge und Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität. In den letzten Jahren werden zunehmend Menschen aus EU-Ländern in der MMM behandelt. Trotz Versicherungspflicht leben auch viele deutsche Bürger ohne Krankenversicherungsschutz.
 
 
Anschrift:
Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung
Aachener Straße 12
10713 Berlin
 
 

Medibüro - Vermittlung anonymer und kostenloser medizinischer Behandlung unabhängig vom Aufenthaltsstatus von Flüchtlingen

Angebot/Kurzbeschreibung:
Das Medibüro existiert seit 1996 als selbstorganisiertes und nichtstaatliches Projekt. Wir vermitteln Menschen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung anonyme und kostenlose Behandlung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal. Eine Verständigung ist in der Regel in folgenden Sprachen möglich: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch; bei Bedarf bemühen wir uns um Unterstützung durch Dolmetscher*innen.
 
Seit der Gründung verfolgen wir als antirassistische Initiative das Ziel, die Gesundheitsversorgung von illegalisierten Geflüchteten und Migrant*innnen auf politischem und pragmatischem Wege zu verbessern. Da der faktische Ausschluss von Illegalisierten aus dem regulären Gesundheitssystem vor allem politisch begründet ist, wollen wir durch Öffentlichkeitsarbeit Bewusstsein schaffen für diese Problematik und fordern politische Lösungen.

Alle Mitwirkenden arbeiten unentgeltlich in dem Projekt.
Das Medibüro selbst bietet keine Behandlung an, es vermittelt nur.
 
 
Anschrift:
Mehringhof
Gneisenaustr. 2a
Hinterhof, Aufgang 3,  -  2. Stock
10961 Berlin-Kreuzberg
 
 

Medizin hilft e.V. - open.med Berlin

Angebot/Kurzbeschreibung:
Medizin Hilft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Die Hilfe des Vereins ist rein humanitär orientiert und unabhängig von politischen, weltanschaulichen oder religiösen Ansichten. Sie erwuchs aus dem Engagement einer kleinen Gruppe von Ärzt*innen, die sich erstmals 2014 der medizinischen Erstversorgung von neu angekommenen Geflüchteten annahm, die ohne Krankenversicherung und ohne Anlaufstelle in einer Notunterkunft untergebracht wurden. Daraus ist ein Netzwerk aus medizinischen und nicht medizinischen Helfer*innen sowie Kooperationspartnern entstanden, das dort Hilfe leisten will, wo Menschen durch strukturelle Lücken keinen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung haben.
 
Weiterhin möchten wir durch unsere Arbeit diese Lücken sichtbar machen und darauf hinwirken, sie zu schließen. In der niedrigschwelligen Anlaufstelle - open.med - Berlin, die wir in Kooperation mit Ärzte der Welt betreiben, werden Menschen, die keinen oder deutlich eingeschränkten Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem haben, medizinisch versorgt und beraten. Unser Angebot bei open.med Berlin finden Sie hier.
 
 
Anschrift:
Medizin Hilft e.V. - open.med Berlin
Teltower Damm 8a
14169 Berlin
 
 

Zentrum Überleben

Angebot/Kurzbeschreibung:
Im Zentrum ÜBERLEBEN (vormals Behandlungszentrum für Folteropfer e.V.) setzen wir uns national und international für Überlebende von Folter und Kriegsgewalt ein. Bei uns suchen Männer, Frauen und Kinder aus rund 50 Ländern Hilfe – momentane Brennpunkte sind: Syrien, Irak, Afghanistan, Libyen, Eritrea, Somalia und die Türkei.
 
Unsere Klient*innen und Patient*innen erhalten medizinische, psychotherapeutische, soziale und integrative Unterstützung. Um Sprachbarrieren im interkulturellen Beratungs- und Behandlungssetting zu überwinden, arbeiten wir mit speziell geschulten Dolmetscher*innen zusammen.
 
Neben der Rehabilitation von traumatisierten Geflüchteten steht auch die Integration und berufliche Qualifizierung bis hin zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichen Flucht- und Migrationserfahrungen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Dieses breite Angebot für etwa 600 Patient*innen, rund 900 Klient*innen sowie über 100 Schüler*innen können wir nur leisten, dank unserer öffentlichen Förderer sowie unserer Spender*innen und Sponsor*innen.
 
 
Anschrift:
Zentrum Überleben
GSZ Moabit
Haus K, Eingang C
Turmstraße 21
10559 Berlin
 
 
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